Im Rahmen einer akademischen Sitzung stellten die Verantwortlichen des
Eupener Tauchklubs den Vertretern der Behörden, den Vereinsmitgliedern
und anderen Tauchsportinteressierten kurz vor Weihnachten die neue Nitrox
– Membranen – Füllanlage vor. Im Beisein von Frau
Ministerin Isabelle Weykmans, Frau Patricia Creutz, Schöffin der Stadt
Eupen, Herr René Bartholemy, Schöffe der Stadt Eupen, Herrn
Albert Ernst, Ehrenpräsident des Eupener Tauchklubs und Herrn Daniel
Bartholemy, Leiter der Tauchschule des ETK, nahm Präsident Werner
Baumgarten die Gelegenheit war sieben Vereinsmitglieder zu ehren, die alle
mindestens schon 25 Jahre im Verein ehrenamtlich tätig sind.
Vor etwas mehr als 37 Jahren wurde in Eupen der Tauchsport offiziell
eingeführt. Übrigens war der ETK der erste Verein der damals das
neugebaute Eupener Hallenbad nutzte. Damals war der Taucher ein Exot. Er
galt als wagemutig, abenteuerlich und verwegen. Heute rund 37 Jahre
später ist dies ganz anders. Jeder der schon einmal die Luft in der
Badewanne angehalten hat, meint Taucher zu sein. Zwischen diesen beiden
Extremen liegt der Eupener Tauchklub. Im Tauchsport vertritt der Verein, als
Mitglied der belgischen Föderation und natürlich der LIFRAS, eine
feste Richtung. Der ETK ist mit seinen Mitgliedszahlen, die in den letzten
20 Jahren immer zwischen 80 und 100 pendelten, ein stabiler Verein und
besitzt eine feste Stelle im Eupener Sportleben. Es stimmt zwar, dass der
Eupener Tauchklub keine Heimspiele ausrichten kann, da sich der Heimsee an
der Wesertalsperre nicht fürs Sporttauchen eignet, aber auf der ganzen
Welt gibt es Tauchspots an denen auch schon Taucher des ETK aktiv waren.
Wenn es heißt hiesige Vereine zu unterstützen, ist der ETK dabei.
So zum Beispiel als Sicherheitstaucher bei den Triathlonveranstaltungen in
Eupen und Bütgenbach oder als Ausbilder und beim
Weltmeisterschaftsversuch im Unterwasserschach des SK Rochade.
Für einen Taucher und einen Tauchklub sind drei Dinge ganz wichtig:
ein Schwimmbad fürs Training, ein Klublokal für die Unterrichte
und immer genügend Luft. Immer eigene Luft zu produzieren, ist schon
lange eine Herausforderung des ETK. Dies ist für einen Taucher die
Sportgrundlage. Seit einigen Jahren werden die Flaschen im ETK einem
Lenhardt-Wagner Kompressor gefüllt
. Eine Anlage, die es
den verantwortlichen Materialwarten des ETK erlaubt in kurzer Zeit viele
Flaschen mit Luft zu füllen.
Auf der Jahreshauptversammlung
2007 beschloss der Verein weiter in die Sicherheit seiner Taucher zu
investieren. Dies war einer der Gründe dafür, dass die
Verantwortlichen bereits vor rund 15 Jahren das NITROX-Tauchen ins
Ausbildungsprogramm aufnahmen. NITROX ist ein Tauchen mit erhöhtem
O⊃2; Wert in der Atemluft. Dies verringert die Sättigung des
Körpers mit Stickstoff und verkürzt somit die Austauschstufen
am Ende eines Tauchganges.
Was ist Nitrox?
Nitrox ist ein Gasgemisch aus den Gasen Stickstoff (
NITRogen,
weniger als 79% ) und Sauerstoff (
OXigenium, mehr als 21% ).
Wer verwendet Nitrox?
Nitrox wird seit über 50 Jahren von Berufstauchern und Militär
verwendet. Es wird auch im medizinischen Bereich als Therapiegas genutzt.
Fortgeschrittene Taucher haben Nitrox beim Höhlentauchen, Wracktauchen
oder auch bei wissenschaftlichen Tauchexpeditionen verwendet. Nitrox wird
nun immer mehr von vielen Tauchschulen als Alternative zu normaler Luft als
Atemgas verwendet.
Ein Blick auf die neue Nitrox Füllanlage.
Materialwart Alfred Wolter, links im Bild, erklärt die Funktionsweise
des Mixmasters.
Mittlerweile sind neue Fülltechniken auf dem Markt, so dass
NITROX-Mischungen erheblich einfacher zusammengestellt werden können.
Eine dieser Methoden ist die Verwendung einer Membrane, die Stickstoff aus
der Umgebungsluft ausfiltert und NITROX Gemische bis zu 40%O⊃2; und
60%N⊃2; zulässt. Da somit, dass benutzen von purem O⊃2;
wegfällt, fällt das Füllrisiko auf den Wert einer normalen
Luftfüllung.
Eine solche Membranenanlage, die rund
24.000 € kostet, konnte der Eupener Tauchklub dank der finanziellen
Hilfen der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Bereitstellung eines
Überbrückungskredites durch die Stadt Eupen anschaffen und kurz
vor dem Jahreswechsel offiziell anlaufen lassen.
Die geehrten Mitglieder
v.l.n.r. Werner Baumgarten, Präsident, Albert Ernst, Schöffe
René Bartholemy, Frau Ministerin Isabelle Weykmans, Daniel Bartholemy,
Gerd Pommé, Jean Marie Vandenboecke, Sylvie Pommé
Längle und Monika Jollet
Die Ehrung der verdienstvollen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern
Albert Ernst:
Albert Ernst ist Gründungsmitglied des ETK. Vor genau 37 Jahren, im
September 1972 kam er mit vier seiner Wegbegleiter auf die Idee im
neugebauten Hallenbad der Stadt Eupen den ETK zu gründen. Seitdem ist
er ununterbrochen Mitglied des Vereins. Albert Ernst war von 1972- 1982
Vorstandsmitglied und bekleidete diverse oder gleich mehrere Posten. In 1982
wurde er dann zum Vorsitzenden des ETK gewählt. Er stand dem ETK
während 6 Verwaltungsperioden vor. Er trat 1998 zurück. Nach 26
Jahren Vorstandsarbeit, wovon 18 als Präsident, widmete er sich ganz
auf seine Tätigkeit als Tauchlehrer, die er auch heute noch zur
Zufriedenheit vieler ausübt. 1999 ehrte in die Vollversammlung für
seine Arbeit und wählte Albert Ernst zum Ehrenpräsidenten des
Klubs. Im Oktober 2009 wurde Albert von der Lifras für 20 Jahre
Tauchlehrer geehrt. Er ist auch heute noch einer der Aktivsten im ETK und
wichtiger Ansprechpartner für bei Richtungsfragen des Vereins. Seit
nunmehr 37 Jahren ist er ununterbrochen Mitglied des Vereins
Gerd Pommé:
Er trat am 15. Januar 1974 dem ETK bei. Seit nunmehr 35 Jahren ist er
ununterbrochen Mitglied des Vereins. Für Gerd gab es immer zwei
Herausforderungen. Zum einen so viel wie möglich zu tauchen, aber auch
das Tauchen zu lehren. Für diesen zweiten Aspekt sammelte er sich
selbst das nötige Wissen. Als Autodidakt schlug er sich durch die
damaligen Wirren der FEBRAS und steuerte unbeirrt seinem Ziel zu,
Tauchlehrer zu werden. Dies sollte ihm gelingen. Gerd schaffte es als erster
Deutschsprachiger „Moniteur National“ zu werden. Neben einer
kurzen Zeit als Vizepräsident des ETK verbrachte er die meiste Zeit
damit der Tauchschule als Leiter vorzustehen. Bis 2002 war Gerd
Tauchschulleiter im ETK. Er ist unser Tauchlehrer in Brüssel; am
Hauptsitz der LIFRAS und leitet schon seit mehreren Jahren die Prüfung
oder besser gesagt den Stage, der angehenden Nationaltrainer.
Sylvie Pommé – Längle:
Sie trat dem Verein am 13. Oktober 1978 bei. Seit 31 Jahren ist Sie
ununterbrochen Mitglied des ETK. Sie hatte als Ehefrau von Gerd
natürlich alle Gründe das Tauchen zu erlernen und ihren Mann bei
seinem Hobby zu begleiten. Wer aber dachte, sie sei nur eine Mittaucherin
hat sich geirrt. Nach ihrem Brevet elementaire, sicherte sie sich autonomes
Tauchen durch das Bestehen der Moyen Prüfung. Nach heutigem
Rechenstandart der Taucher ist sie 3 Sterne Taucherin. Genauso wie ihr Mann
hat auch Sie immer für den ETK gearbeitet. Ob hinter der Theke, bei
Großveranstaltungen oder im Vorstand, Sylvie war und ist ein wichtiger
Pfeiler des ETK. Von 1999 bis 2005 war Sie Beisitzerin im Vorstand.
Monika Jollet:
Trat dem Verein im Februar 1982 bei. Damals, als 14jährige, nahm Sie
ausschließlich am Badtraining teil. Einige Zeit später, schon
etwas Jugendlicher, versuchte sie sich am Tauchen im See. Was ein voller
Erfolg war. In 1987 schaffte Sie es dann ihren Mann zu überzeugen, auch
mit dem Tauchen zu beginnen. Eine kluge Entscheidung, denn er ist auch heute
noch hier. Monika ist 3 Sterne Taucherin und mit einer kleinen Unterbrechung
seit nunmehr 25 Jahren im Verein.
Jean Marie Vandenbroecke:
Jean Marie Vandenbroecke trat am 16. Dezember 1983 in den ETK ein. Als
gebürtiger Brügger blieb er zunächst wegen der Arbeit,
später aber vor allem wegen der Liebe in Eupen. Schnell hatte er nicht
nur gefallen an einer Eupener Dame gefunden, sondern auch an der Technik des
Tauchens. Jean Marie war jahrelang Materialwart im ETK und Verantwortlicher
für gute Luft, korrektes Material und sichere Ausrüstung. Er
erreichte mit dem Bestehen seiner Superieur Prüfung das höchste
Taucherdiplom und ist heute 4 Sternetaucher im ETK. Jean Marie ist seit
nunmehr 26 Jahren ununterbrochen im Verein.
Daniel Bartholemy:
Daniel Bartholemy ist seit dem 1. Dezember 1984 Mitglied im ETK. Er schaffte
also so gerade die 25 Jahrmarke. Ähnlich wie Monika Jollet, beteiligte
sich Dany einige Jahre am Badtraining, bevor er dann als Jugendlicher
durchstartete und seinen Weg als Taucher machte. Nach einem Brevet
elementaire und einem Brevet Moyen schaffte er mit Bestehen des Brevet
Superieur auch den 4 Sterne Level. Doch damit nicht genug. Auch ihm lag die
pädagogische Ader und mittlerweile schaut er schon auf 11 Jahre
Tauchlehrer zurück. Als Komiteemitglied und Hobbyunterwasser Fotograf
hat er dem Verein auch seinen Stempel aufgedrückt. Als Moniteur Federal
leitet er seit 2002 die Tauchschule des ETK. Seit nunmehr 25 Jahren ist er
ununterbrochen Mitglied des ETK
Werner Baumgarten
Werner Baumgarten trat dem ETK am 4. März 1981 bei. Nachdem er in 1986
seine Superieur Prüfung im zweiten Anlauf schaffte und als 4 Sterne
Taucher Aufgaben im Verein übernahm, entschied er sich 1995 Tauchlehrer
zu werden. 1995 wurde er Moniteur Club und in 1997 Moniteur Federal. 1998
übernahm er das Präsidentenamt von Albert Ernst und leitet den
Verein nunmehr seit 4 Verwaltungsperioden. Am 29/01/2010 ¨gibt er nach
12 Jahren Vorstandsarbeit die Präsidentschaft des ETK weiter. Werner
ist seit nunmehr 28 Jahren ununterbrochen Mitglied des ETK.